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  • karinrogalska

Diversifizierend zur Innovation (1. November 2023)

Aktualisiert: 26. Dez. 2023


In puncto Innovationen ist Tschechien seit geraumer Zeit Spitzenreiter in der Europäischen Union. Den Statistiken zufolge ist das vor allem den findigen Beschäftigten der IT-Unternehmen zu verdanken.


Damit allein lässt sich qualitative Sprung, den die tschechische Wirtschaft in jüngster Zeit vollzogen hat, jedoch nur bedingt erklären. Denn auch andere Staaten in Mittel- und Osteuropa, etwa der einstige Tatra-Tiger Slowakei, haben früh auf Digitalisierung gesetzt. Trotzdem hinken sie im europäischen Innovationsranking zum Teil deutlich hinterher.


Was also läuft in Tschechien anders? Längst hat das Land das Image einer verlängerten Werkbank des Westens abgestraft, die Löhne nicht nur in der Metropole Prag haben längst westeuropäischen Niveau erreicht, tschechische Arbeitskräfte gelten als kompetent, produktiv und verlässlich.


Vor allem aber hat sich die Unternehmenslandschaft nachhaltig diversifiziert. Oder anders ausgedrückt: Sie ist inzwischen so vielfältig und dies eben auch auf Grundlage modernsten Know-hows, dass sie sich zumeist aus eigener Kraft Richtung Zukunft fortschreiben kann.


Im Übrigen wissen sich Tschechinnen und Tschechen gut zu verkaufen. Den alljährlichen Konjunkturumfragen der deutschen Auslandshandelskammern in Mittel- und Osteuropa zufolge zählt Tschechien zu den bei Auslandsinvestoren beliebtesten Wirtschaftsstandorten der Region.


Politische Krisen, die das Land immer mal wieder durchleidet, schmälern das internationale Ansehen Tschechiens nicht. Auch wirkt es sich bisher nicht nachteilig aus, dass es noch nicht der Eurozone beigetreten ist. Vielmehr sind Kooperationen durch wechselseitige Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe gekennzeichnet.


Dies gilt auch und gerade bei grenzüberschreitenden Forschungsvorhaben. Beim Tschechisch-deutschen Innovationsforum in Prag wurde heute auf Initiative der Auslandshandelskammer Tschechien das in Zittau ansässige Transtec vorgestellt.


Dort wird ein Großteil der innovativen Forschung zweier Fraunhofer Institute und der Technischen Universität Liberec koordiniert und gebündelt. Sachlich ging es vor allem um die Fortschritte bei Materialien, die Verwendung in hochkomplexen 3D-Druckverfahren finden. Diese sind häufig schon so intelligent wie biologisch verträglich.















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