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  • karinrogalska

Streiflicht: Unterschätzter Faktor Arbeitsmigration (23. Februar 2024)


Ohne Einschränkungen arbeiten zu können, wo man möchte, gehört zu den bedeutendsten Errungenschaften des europäischen Zusammenwachsens. Das zeigt sich auch an dieser beeindruckenden und doch wenig bekannten Zahl: Nicht weniger als 95 Prozent aller in der EU registrierten Migranten sind Wanderarbeiter.


Umso verblüffender scheint also, dass es nur vereinzelt Studien zu Arbeitsmigranten und ihren Beweggründen gibt. Seitens des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche wurde vor kurzem eine Analyse von Zusammenhängen zwischen Arbeitsmigration und dem Einsatz digitaler Technologien und weiterführend Künstlicher Intelligenz seit der Jahrtausendwende vorgelegt. Damit, so heißt es eingangs darin, sei sogar wissenschaftliches Neuland betreten worden.


Einen Gewinn für die anhaltende Diskussion über die Akquise ausländischer Fachkräfte bringt die Studie in zweierlei Hinsicht. Zum einen muss über eine zeitgemäße technologische Infrastruktur verfügen, wer ausländische Arbeitskräfte an sich binden will. Zum anderen scheint eine gewisse Austauschbarkeit der digitalen Gegebenheiten in Herkunfts- und Zielland vonnöten um Arbeitskräfte zum Aufbruch zu mobilisieren. Eine allzu spezifische Arbeitsumgebung wäre damit weniger attraktiv als etwa ein robotergestützter Arbeitsplatz.


Kurzum: Von der regen Arbeitsmigration innerhalb der EU profitiert, wer Digitalisierung als integrativen Bestandteil des modernen Arbeitslebens und nicht nur als lästige Pflichtübung oder nette Dreingabe versteht.


Technologische Neuerungen sollen und wollen also mit Bedacht begleitet werden, damit Unternehmen in fruchtbarer Innovation wachsen. Dies gilt weiterführend auch und gerade auch beim Einsatz Künstlicher Intelligenz.



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